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	<title>Blog_archiv Archive - RODERER</title>
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	<description>Rechtsanwalt Roderer Datenschutz &#124; Medienrecht</description>
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	<title>Blog_archiv Archive - RODERER</title>
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		<title>Filesharing-Abmahnungen nehmen wieder zu</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Manuel Roderer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Mar 2025 14:50:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog_archiv]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In letzter Zeit steigen die Fälle von Filesharing-Abmahnungen wieder deutlich an. Die Gründe dafür sind vielfältig: Früher reichte ein Streaminganbieter wie Netflix, um fast alle gewünschten Inhalte zu sehen. Heute gibt es viele verschiedene Anbieter, etwa Netflix, Disney+, Amazon Prime und Apple TV+. Wer umfassend Filme und Serien schauen möchte, benötigt mehrere kostenpflichtige Abonnements. Das kann schnell teuer werden, denn gleichzeitig steigen die Abo-Preise kontinuierlich. Viele Nutzer greifen deshalb erneut auf illegale Quellen zurück. Diese [&#8230;]</p>
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<p>In letzter Zeit steigen die Fälle von Filesharing-Abmahnungen wieder deutlich an. Die Gründe dafür sind vielfältig: Früher reichte ein Streaminganbieter wie Netflix, um fast alle gewünschten Inhalte zu sehen. Heute gibt es viele verschiedene Anbieter, etwa Netflix, Disney+, Amazon Prime und Apple TV+. Wer umfassend Filme und Serien schauen möchte, benötigt mehrere kostenpflichtige Abonnements. Das kann schnell teuer werden, denn gleichzeitig steigen die Abo-Preise kontinuierlich.</p>



<p>Viele Nutzer greifen deshalb erneut auf illegale Quellen zurück. Diese bieten aktuelle Filme und Serien oft schneller und in höherer Qualität an als legale Dienste in Deutschland.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was genau ist Filesharing?</h3>



<p>Beim Filesharing tauschen Nutzer digitale Inhalte wie Filme, Serien oder Musik über das Internet aus. Besonders verbreitet sind sogenannte Peer-to-Peer-Netzwerke (P2P). Hier lädt jeder Teilnehmer während des Downloads gleichzeitig Dateien für andere Nutzer hoch. Dadurch verbreiten sich die Inhalte schnell und ohne zentrale Server.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Beliebte Apps und Risiken</h3>



<p>Besonders populäre Anwendungen sind derzeit Popcorn Time und Stremio. Beide ermöglichen einen einfachen Zugriff auf aktuelle Kinofilme und Serien. Doch genau das macht sie gefährlich. Popcorn Time etwa nutzt das Torrent-Netzwerk, sodass Nutzer unbemerkt Inhalte hochladen und schnell Ziel von Abmahnungen werden. Stremio arbeitet mit Add-ons, durch die urheberrechtlich geschützte Inhalte ebenfalls illegal abgerufen werden können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Abmahnung erhalten – was du sofort tun solltest</h3>



<p>Wenn du eine Abmahnung erhältst, solltest du ruhig bleiben und umgehend reagieren. Beachte unbedingt die gesetzten Fristen. Zahle jedoch nicht vorschnell und unterschreibe keine vorgefertigte Unterlassungserklärung. Hole stattdessen schnellstmöglich rechtlichen Rat bei einem spezialisierten Anwalt ein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fragen klären, wenn du Anschlussinhaber bist</h3>



<p>Wenn du nicht weißt, wer die Inhalte heruntergeladen hat, solltest du diese Fragen klären:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wer hat Zugang zu deinem Internet?</li>



<li>Haben Kinder, Mitbewohner oder Gäste dein WLAN genutzt?</li>



<li>Ist dein WLAN ausreichend gesichert?</li>



<li>Gibt es Hinweise auf Fremdzugriffe oder Hacker-Angriffe?</li>



<li>Wurden alle Geräte auf ungewöhnliche Aktivitäten geprüft?</li>
</ul>



<p>Diese Fragen helfen dabei, deine Verteidigung aufzubauen und die Situation rechtlich richtig einzuschätzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum schnelles Handeln wichtig ist</h3>



<p>Abmahnungen fordern oft zwischen 500 und 1.500 Euro pro Film oder Serienfolge. Ignorierst du diese Abmahnungen, drohen Mahnbescheide, Klagen und erheblich höhere Kosten. Deshalb ist es wichtig, rasch zu reagieren und professionelle Unterstützung einzuholen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Meine Erfahrung – dein Vorteil</h3>



<p>Als Rechtsanwalt habe ich bereits über 20.000 Abmahnungen im Bereich Filesharing bearbeitet. Dadurch kenne ich alle Strategien und Schwachstellen der Gegenseite genau. Ich prüfe jede Abmahnung individuell, reagiere schnell und informiere dich transparent über alle Schritte und Kosten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Filesharing-Abmahnungen vermeiden</h3>



<p>Nutze ausschließlich legale Streaming-Dienste und prüfe deren Inhalte. Sichere dein WLAN regelmäßig mit starken Passwörtern und informiere alle Nutzer in deinem Haushalt über die Risiken. Verzichte konsequent auf fragwürdige Webseiten und Apps.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p>Eine Abmahnung ist ärgerlich, aber lösbar. Mit meiner Erfahrung an deiner Seite kannst du Forderungen deutlich reduzieren und Risiken minimieren. Kontaktiere mich direkt, damit ich deine Abmahnung zügig prüfe und du dich bald wieder sicher fühlen kannst.</p>
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		<title>Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) – Was Unternehmen jetzt wissen müssen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Manuel Roderer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2025 18:37:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog_archiv]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Worum geht es beim BFSG? Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) verpflichtet Unternehmen, ihre digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten. Ziel ist, dass Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen – ob körperlich, geistig oder seelisch – ohne Hindernisse Zugang zu digitalen Produkten und Dienstleistungen erhalten. Ursprünglich für den öffentlichen Sektor geschaffen, gilt das BFSG nun ausdrücklich auch für die Privatwirtschaft. Dabei steht insbesondere der Abschluss von Verbraucherverträgen im Mittelpunkt, etwa bei Online-Shops, Buchungssystemen oder digitalen Zahlungsprozessen. Barrierefreiheit bedeutet nicht nur, dass [&#8230;]</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Worum geht es beim BFSG?</h3>



<p>Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) verpflichtet Unternehmen, ihre digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten. Ziel ist, dass Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen – ob körperlich, geistig oder seelisch – ohne Hindernisse Zugang zu digitalen Produkten und Dienstleistungen erhalten. Ursprünglich für den öffentlichen Sektor geschaffen, gilt das BFSG nun ausdrücklich auch für die Privatwirtschaft. Dabei steht insbesondere der Abschluss von Verbraucherverträgen im Mittelpunkt, etwa bei Online-Shops, Buchungssystemen oder digitalen Zahlungsprozessen.</p>



<p>Barrierefreiheit bedeutet nicht nur, dass Menschen mit körperlichen Behinderungen Zugang erhalten. Vielmehr geht es darum, alle digitalen Angebote verständlich, einfach und flexibel nutzbar zu machen. Am Ende profitieren hiervon alle Nutzergruppen – mit oder ohne Einschränkungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wann gilt das BFSG für Ihr Unternehmen?</h2>



<p>Das Gesetz betrifft Unternehmen, die elektronische Dienstleistungen oder Produkte anbieten, welche zum Abschluss eines Verbrauchervertrages führen. Hierzu zählen insbesondere:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Online-Shops und digitale Verkaufsplattformen</li>



<li>Online-Buchungssysteme für Reisen oder Veranstaltungen</li>



<li>Finanzdienstleistungen (z. B. Online-Banking)</li>



<li>Telekommunikationsdienste, wie Messenger</li>



<li>E-Books und elektronische Tickets für Verkehrsdienstleistungen</li>



<li>Elektronische Geräte wie Smartphones, Computer und smarte Geräte inklusive der mitgelieferten Software</li>
</ul>



<p>Nicht vom Gesetz betroffen sind Software-Angebote von Drittanbietern, die separat installiert werden. Ebenfalls ausgenommen sind kleine Unternehmen, die weniger als 10 Mitarbeiter beschäftigen und deren Jahresumsatz unter 2 Millionen Euro liegt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">So setzen Sie das BFSG praktisch um</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Orientierung an Standards</h3>



<p>Zur Umsetzung der Barrierefreiheit sollten Unternehmen auf bewährte technische Standards zurückgreifen. Die wichtigsten Vorgaben bietet der internationale Standard „Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1“. Diese Richtlinien beschreiben praxisnah, wie barrierefreie Websites technisch umzusetzen sind. Zusätzlich bietet die EU-Norm EN 301 549 konkrete Vorgaben für digitale Barrierefreiheit, an denen Sie sich orientieren können und sollten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wichtige Praxistipps zur Umsetzung:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Verständlichkeit und Einfachheit:</strong> Verwenden Sie einfache, klare Sprache, vermeiden Sie Fachbegriffe oder erklären Sie diese gut verständlich.</li>



<li><strong>Navigationsstruktur:</strong> Achten Sie darauf, dass Ihre Webseite auch mit Tastatur vollständig navigierbar ist.</li>



<li><strong>Technische Hilfsmittel unterstützen:</strong> Nutzen Sie Techniken, die es ermöglichen, Ihre Inhalte auch mit Screenreadern (Vorlesesoftware) oder anderen assistiven Technologien zu erfassen.</li>



<li><strong>Inhalte barrierefrei gestalten:</strong> Stellen Sie Alternativtexte für Bilder bereit, integrieren Sie Untertitel für Videos und verwenden Sie ausreichend große Schriften mit klaren Kontrasten.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Pflicht: Erklärung zur Barrierefreiheit</h3>



<p>Eine weitere Verpflichtung betrifft die sogenannte Erklärung zur Barrierefreiheit. Diese Erklärung muss auf Ihrer Webseite leicht auffindbar und verständlich formuliert sein. Sie beschreibt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Welche digitalen Dienstleistungen oder Produkte angeboten werden</li>



<li>Wie Barrierefreiheit umgesetzt wurde (z.B. Nutzung von Screenreadern möglich, Untertitel vorhanden)</li>



<li>Wie Nutzerinnen und Nutzer bei Problemen Kontakt aufnehmen können</li>
</ul>



<p>Die Erklärung zur Barrierefreiheit sollte gut dokumentiert sein, da Behörden und Verbraucherorganisationen Verstöße überwachen und auch sanktionieren können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Risiken bestehen bei Verstößen?</h2>



<p>Verstöße gegen das BFSG können empfindliche Folgen haben: Behörden können Bußgelder bis zu 100.000 Euro verhängen. Zudem könnten Verbraucherverbände oder Mitbewerber mögliche Verstöße abmahnen. Vor diesem Hintergrund ist es empfehlenswert, frühzeitig und sorgfältig zu handeln. Das Prinzip „Best Effort“ – also erkennbar sorgfältige Bemühungen – wird vor Gericht oft anerkannt und kann die Folgen möglicher Verstöße mildern oder verhindern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Die Umsetzung des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes ist kein reiner gesetzlicher Zwang, sondern auch eine Chance für Ihr Unternehmen. Barrierefreie digitale Angebote erhöhen die Reichweite, verbessern das Kundenerlebnis und stärken Ihre Wettbewerbsfähigkeit. Nehmen Sie das Gesetz als Impuls, Ihre digitalen Angebote qualitativ aufzuwerten und für ein größeres Publikum zugänglich zu machen.</p>



<p>Sie benötigen Unterstützung bei der Umsetzung oder sind unsicher, ob Ihr Angebot den gesetzlichen Anforderungen genügt? Ich unterstütze Sie gerne dabei, Ihr digitales Angebot rechtlich zu bewerten und fit für das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz zu machen. Lassen Sie uns Ihre Webseite gemeinsam zukunftssicher und inklusiv gestalten. Kontaktieren Sie mich gern!</p>
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		<title>EuGH-Urteil stärkt Verbraucherrechte bei Bonitätsbewertungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Manuel Roderer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Mar 2025 15:19:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog_archiv]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 27. Februar 2025 entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in der Rechtssache C-203/22 über die Transparenzpflichten bei automatisierten Bonitätsbewertungen. Im Mittelpunkt stand die Frage, in welchem Umfang Unternehmen verpflichtet sind, Verbraucherinnen und Verbrauchern verständliche Erklärungen zu den verwendeten Scoring-Verfahren zu geben. Die Klage wurde von einer Verbraucherin eingereicht, die von einem Mobilfunkanbieter aufgrund einer negativen Bonitätsbewertung abgelehnt wurde. Der zugrunde liegende Score wurde von einem externen Anbieter erstellt, ohne dass ihr nachvollziehbar erläutert wurde, welche [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Am 27. Februar 2025 entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in der Rechtssache C-203/22 über die Transparenzpflichten bei automatisierten Bonitätsbewertungen. Im Mittelpunkt stand die Frage, in welchem Umfang Unternehmen verpflichtet sind, Verbraucherinnen und Verbrauchern verständliche Erklärungen zu den verwendeten Scoring-Verfahren zu geben.</p>



<p>Die Klage wurde von einer Verbraucherin eingereicht, die von einem Mobilfunkanbieter aufgrund einer negativen Bonitätsbewertung abgelehnt wurde. Der zugrunde liegende Score wurde von einem externen Anbieter erstellt, ohne dass ihr nachvollziehbar erläutert wurde, welche Faktoren zu dieser Bewertung geführt hatten. Nachdem nationale Instanzen feststellten, dass ein weitergehendes Auskunftsrecht bestehe, legte das Verwaltungsgericht Wien die Angelegenheit dem EuGH vor.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Kernaussagen des Urteils</strong></h3>



<p>Der EuGH stellte klar, dass Unternehmen gemäß Art. 15 Abs. 1 Buchst. h DSGVO detaillierte und verständliche Informationen über die Logik ihrer Scoring-Algorithmen bereitstellen müssen. Allgemeine Berechnungsformeln oder vage Hinweise reichen nicht aus. Verbraucher müssen konkret nachvollziehen können, welche Faktoren ihren Score beeinflusst haben und wie sich Änderungen dieser Parameter auf das Ergebnis auswirken würden.</p>



<p>Zusätzlich entschied das Gericht, dass Unternehmen den Schutz von Geschäftsgeheimnissen nicht als pauschalen Grund nutzen dürfen, um Auskunftsersuchen abzulehnen. Falls ein berechtigtes Interesse an der Geheimhaltung besteht, muss eine Abwägung durch Gerichte oder Aufsichtsbehörden erfolgen, um sicherzustellen, dass Verbraucherrechte angemessen geschützt bleiben.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Auswirkungen für Unternehmen und Verbraucher</strong></h3>



<p>Die Entscheidung hat erhebliche Folgen für Unternehmen, die Bonitätsbewertungen durchführen. Anbieter müssen ihre Informationspflichten deutlich erweitern und sicherstellen, dass betroffene Personen die Bewertung nachvollziehen können. Dies bedeutet insbesondere eine präzisere Offenlegung der verwendeten Faktoren und deren Einfluss auf das Scoring-Ergebnis.</p>



<p>Für Verbraucher verbessert sich die Möglichkeit, gegen fehlerhafte oder undurchsichtige Bonitätsbewertungen vorzugehen. Wer aufgrund eines nicht nachvollziehbaren Scorings benachteiligt wird, hat ein gestärktes Recht auf Auskunft und kann gegebenenfalls eine Korrektur oder Anfechtung der Entscheidung verlangen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Checkliste: So wehren Sie sich gegen unklare Bonitätsbewertungen</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Bonitätsauskunft einholen:</strong> Fragen Sie aktiv bei der Auskunftei nach Ihrem aktuellen Score und einer detaillierten Erklärung der Berechnungsgrundlage.</li>



<li><strong>Prüfung der Angaben:</strong> Kontrollieren Sie, ob die bereitgestellten Informationen verständlich sind und ob Fehler in den verwendeten Daten vorliegen.</li>



<li><strong>Aufsichtsbeschwerde einreichen:</strong> Wenn die Auskunftei sich weigert, ausreichend Auskunft zu geben, können Sie eine Beschwerde bei der Datenschutzbehörde einreichen.</li>



<li><strong>Rechtliche Schritte prüfen:</strong> Falls Sie durch eine fehlerhafte oder unzureichend erklärte Bonitätsbewertung einen Nachteil erlitten haben, kann eine rechtliche Überprüfung sinnvoll sein.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Fazit: Mehr Transparenz bei Bonitätsbewertungen erforderlich</strong></h3>



<p>Das EuGH-Urteil ist ein wichtiger Schritt für den Verbraucherschutz und setzt klare Maßstäbe für mehr Transparenz bei Bonitätsbewertungen. Unternehmen müssen ihre Verfahren offener gestalten und dürfen sich nicht hinter Geschäftsgeheimnissen verstecken. Verbraucher wiederum haben nun bessere Möglichkeiten, gegen fehlerhafte oder nicht nachvollziehbare Scoring-Verfahren vorzugehen.</p>



<p><strong>Sie wurden durch eine fehlerhafte oder intransparente Bonitätsbewertung benachteiligt? Kontaktieren Sie uns für eine rechtliche Beratung und setzen Sie Ihre Verbraucherrechte durch.</strong><br></p>



<p></p>



<p class="has-small-font-size">Foto: Gerichtshof der Europäischen Union</p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.roderer.de/eugh-urteil-staerkt-verbraucherrechte-bei-bonitaetsbewertungen/">EuGH-Urteil stärkt Verbraucherrechte bei Bonitätsbewertungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.roderer.de">RODERER</a>.</p>
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