IT- und KI-Recht · AI Act

KI im Unternehmen rechtssicher einsetzen

Ein Chatbot im Kundenservice, ein Schreibassistent im Vertrieb oder ein Tool, das Bewerbungen vorsortiert: Ich ordne ein, welche Pflichten aus AI Act, DSGVO und Vertragsrecht für Ihren konkreten Einsatz gelten, und setze sie so um, dass Ihr Team weiterarbeiten kann.

Typische Situationen

Wobei ich Sie unterstützen kann

Die erste Einordnung richtet sich nach Ihrem konkreten Problem und dem Ergebnis, das Sie erreichen möchten.

Beschäftigte nutzen KI schon, ohne Regeln

Welche Tools und welche Daten sind erlaubt? Wie lässt sich Schatten-KI einfangen, ohne sinnvolle Nutzung zu verhindern?

KI-Kompetenz und KI-Richtlinie

Art. 4 AI Act verlangt Maßnahmen zur KI-Kompetenz. Sie sollen zum tatsächlichen Einsatz passen und nachvollziehbar dokumentiert sein.

KI in Personal, Kredit oder Kundenbewertung

Hier kann eine Hochrisiko-Einstufung nach Anhang III in Betracht kommen. Das sollte vor der Einführung geprüft werden.

Eigener Chatbot oder eigenes KI-Produkt

Rolle als Anbieter oder Betreiber, Transparenzpflichten nach Art. 50, etwa ein Hinweis bei direkter Interaktion mit einer KI, und Verträge mit Kunden.

Rechtliche Einordnung

Was der AI Act für Ihr Unternehmen bedeutet

Die KI-Verordnung (EU) 2024/1689 gilt stufenweise. Welche Pflichten ein Unternehmen treffen, hängt von der Rolle ab, also ob es ein KI-System anbietet oder nur betreibt, und vom konkreten Zweck. Ein allgemeiner Schreibassistent ist anders zu bewerten als ein System, das Bewerber auswählt oder die Kreditwürdigkeit von Personen bewertet.

Für fast alle Unternehmen, die KI einsetzen, gelten bereits heute die Pflicht zu Maßnahmen für KI-Kompetenz (Art. 4) und die Verbote bestimmter Praktiken (Art. 5). Seit dem 2. August 2026 kommen die Transparenzpflichten nach Art. 50 hinzu. Die Hochrisiko-Regeln wurden durch die Verordnung (EU) 2026/1744 verschoben, sollten aber wegen des Vorlaufs früh vorbereitet werden.

Der AI Act steht nicht allein: Datenschutz, Arbeitsrecht, Geschäftsgeheimnisse, Urheberrecht und die Verträge mit KI-Anbietern bestimmen ebenso, was erlaubt ist und wer für Ergebnisse einsteht. Ich prüfe diese Fragen zusammen und übersetze sie in klare Regeln für Ihr Team.

Prüfungsumfang

Was ich für Sie prüfe

  • Welche Rolle Ihr Unternehmen nach dem AI Act einnimmt
  • Ob ein Einsatz verboten, transparenzpflichtig oder möglicherweise hochriskant ist
  • Welche Daten in welche Tools eingegeben werden dürfen
  • Ob Verträge und Nutzungsbedingungen der KI-Anbieter zu Ihrem Einsatz passen
  • Wie KI-Kompetenz im Team nachvollziehbar dokumentiert wird
  • Ob der Betriebsrat zu beteiligen ist

Leistungsbereiche

Was ich für Sie übernehme

Von der ersten Bestandsaufnahme bis zur Richtlinie, die Ihr Team tatsächlich anwenden kann.

KI-Bestandsaufnahme

Eingesetzte Systeme, Zwecke und Ihre Rolle als Anbieter oder Betreiber erfassen.

Risikoeinordnung

Verbotene Praktiken, Transparenzpflichten nach Art. 50, Bezug zu KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck und mögliche Hochrisiko-Einstufung.

KI-Richtlinie

Erlaubte Tools und Daten, Freigaben, Kennzeichnung und menschliche Kontrolle, verständlich für alle Beschäftigten.

KI-Kompetenz und Schulung

Maßnahmen nach Art. 4 AI Act konzipieren, dokumentieren und mit Ihrem Team umsetzen.

Verträge mit KI-Anbietern und Kunden

Rechte an Ergebnissen, Vertraulichkeit, Training mit Ihren Daten und Haftung.

Zu IT- und SaaS-Verträgen

Stand des AI Act

Welche Stufen bereits gelten

Der AI Act ist seit dem 1. August 2024 in Kraft und wird stufenweise anwendbar. Die Übersicht gibt den Stand nach der Änderung durch die Verordnung (EU) 2026/1744 wieder; Einzelheiten stehen im Blogbeitrag.

  • Seit 2. Februar 2025: Verbote nach Art. 5 und Maßnahmen zur KI-Kompetenz nach Art. 4
  • Seit 2. August 2025: Pflichten für Anbieter von KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck
  • Seit 2. August 2026: weitgehend anwendbar, insbesondere die Transparenzpflichten nach Art. 50
  • Ab 2. Dezember 2027: Hochrisiko-Regeln für Systeme nach Anhang III
  • Ab 2. August 2028: Hochrisiko-Regeln für KI in Produkten nach Anhang I

So läuft die Zusammenarbeit

  1. 01

    Einsatz verstehen

    Wir erfassen Tools, Zwecke, Daten und Beteiligte.

  2. 02

    Rolle und Risiko einordnen

    Sie erfahren, was für Ihren Einsatz konkret gilt und was nicht.

  3. 03

    Regeln und Verträge erstellen

    Richtlinie, Hinweise und Vertragsklauseln, abgestimmt auf Ihre Abläufe.

  4. 04

    Team befähigen

    Schulung und Dokumentation, Aktualisierung bei neuen Tools oder Rechtsänderungen.

Was Sie vorbereiten sollten

  • Eine Liste der genutzten KI-Tools und wofür sie eingesetzt werden
  • Verträge und Nutzungsbedingungen der Anbieter
  • Welche Arten von Daten eingegeben werden
  • Vorhandene IT- oder Datenschutzrichtlinien
  • Ob ein Betriebsrat besteht

Häufige Fragen

Die Antworten geben eine erste Orientierung. Für die rechtliche Bewertung sind Ihr konkreter Sachverhalt und die vollständigen Unterlagen maßgeblich.

Ist ChatGPT oder ein anderer Textgenerator automatisch Hochrisiko-KI?

Nein. Entscheidend ist der konkrete vorgesehene Zweck. Ein allgemeiner Schreibassistent ist regelmäßig anders zu bewerten als ein System, das Bewerber auswählt oder die Kreditwürdigkeit natürlicher Personen bewertet. Weitere Gesetze wie die DSGVO gelten unabhängig davon.

Brauchen wir eine schriftliche KI-Richtlinie?

Der AI Act schreibt nicht jedem Unternehmen pauschal ein Dokument mit diesem Titel vor. Eine dokumentierte Regelung hilft jedoch, KI-Kompetenz, Freigaben, Datenschutz, Informationssicherheit und Kontrollen nachvollziehbar umzusetzen.

Muss jeder KI-generierte Text gekennzeichnet werden?

Nein. Art. 50 enthält konkrete, rollen- und inhaltsbezogene Pflichten. Besonders relevant sind die direkte Interaktion mit einer KI, Deepfakes und bestimmte Texte zu Angelegenheiten von öffentlichem Interesse. Daneben können andere Transparenz- oder Irreführungsregeln gelten.

Dürfen Kundendaten in ein KI-Tool eingegeben werden?

Das hängt von der Rechtsgrundlage, dem Vertrag mit dem Anbieter, den Einstellungen zum Training mit Ihren Daten, einem möglichen Drittlandbezug und Ihren Geheimhaltungspflichten ab. Das sollte vor der Nutzung geklärt und in der Richtlinie festgehalten werden.

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall. Rechtsstand: 21. August 2026.

Standort & Erreichbarkeit

Kanzlei in Gilching bei München: vor Ort und bundesweit digital

Meine Kanzlei hat ihren Sitz in Gilching im Landkreis Starnberg, westlich von München. Ich berate Sie aus München und der Region persönlich nach Vereinbarung sowie bundesweit digital. Sie haben einen festen Ansprechpartner vom ersten Kontakt bis zum Abschluss.

Schildern Sie mir Ihr Anliegen.

Beschreiben Sie, welche KI-Tools Sie nutzen oder einführen möchten und wofür. So lässt sich der Prüfungsumfang sinnvoll abgrenzen.

Die Anfrage begründet noch kein Mandatsverhältnis und bestätigt keine Fristübernahme.